Die erste Mondlandung: Fakt oder Fake?

Mittlerweile sind über vier Jahrzehnte vergangen, als Neil Armstrong seinen großen Schritt für die Menschheit machte. Am 16. Juli 1969 erfüllt die US-amerikanische Raumfahrtbehörde NASA Präsident Kennedys Versprechen, dass die USA die erste Nation sein würde, die noch im gleichen Jahr einen Menschen auf den Mond schickt. Gleichzeitig gewannen die USA den seit den 50´er Jahren andauernden Wettlauf ins All mit der Sowjetunion. Doch der Sieg über den kommunistischen Klassenfeind war von den USA sehr teuer erkauft.

Die Verschwörungstheorie der Mondlandungslüge

Die erste kontrollierte Landung eines Menschen auf dem Mond kostete die USA über acht Jahre der Vorbereitung und verschlang ein gigantisches Investitionsvolumen von mehr als 25 Millionen Dollar, was zu der damaligen Zeit eine unvorstellbar hohe Summe war. Aber warum waren wir nie wieder dort, nachdem die sechste und letzte Apollo-Mission im Jahre 1972 endete? Verschwörungstheoretiker sind der Meinung, dass die erste Mondlandung nichts weiter als eine riesengroße Inszenierung war. Was ist dran an dem Vorwurf der Mondlandungslüge?

In den 60´er Jahren ist der Wunsch der ersten bemannten Mondlandung bei den Klassenfeinden USA und Sowjetunion natürlich sehr groß. Was zu der Zeit allerdings noch weitaus größer war, waren die technischen Hindernisse. Das ruft seit jeher die Skeptiker auf den Plan und viele sind der Meinung, die NASA hätte anstatt einer echten Mondlandung vielmehr eine Art Werbegag übertragen. Die große Mondlandungslüge ist nicht ohne Grund ein absoluter Klassiker unter den Verschwörungstheorien. Jeder kennt die Aufnahmen, welche die erste Mondlandung dokumentieren. Doch sind diese Aufnahmen wirklich echt?

USA vs. UdSSR: Der Wettlauf im All

Im Kalten Krieg kämpfen die USA und die Sowjetunion um technische und militärische Überlegenheit. Aus dem Wettrüsten mit Raketen wächst zwischen den beiden Lagern ein Kampf um die Raumfahrt. Im Jahr 1961 demütigt die UdSSR die USA, indem sie mit dem Kosmonauten Juri Gagarin den ersten Mann in den Weltraum schickt. Die Sowjetunion demonstrierte der Welt ihre technische Überlegenheit und setzten die USA somit unter Zugzwang. Der Klassenfeind lag im Wettlauf im All vorne, also musste für die USA schon etwas wirklich bedeutsames her.

Vier Jahre nachdem die Apollo 17 die letze Reise zum Mond gemacht hat, meldete sich Bill Kaysings mit seiner Hypothese zur Mondlandungsverschwörung zu Wort. Kaysings arbeitete zwischen 1957 bis 1963 für eine Zulieferfirma, die Raketentriebwerke für die NASA herstellte. Er behauptete, dass er dass er in dieser Zeit Einblick in das Apollo-Programm hatte und dass die Mondlandung niemals stattgefunden hatte, sondern nur von verschiedene Regierungsorganisationen vorgetäuscht wurde. Er sprach offen von einer gezielten Manipulation der Massen und warf der Regierung eine groß angelegte Mondlandungslüge vor.

In seinem Buch mit dem Titel „Wir waren nie auf dem Mond“ rechnet Kaysings vor, dass die Chance auf eine erfolgreiche Mondlandung unter 0,0017 Prozent lag. Die Schwierigkeit läge nicht mal daran, den Mond zu erreichen, sondern Menschen dahin zu bekommen. Außerdem begründet Kaysings seine Verschwörungstheorie von der Mondlandungslüge unter anderem durch folgende Beweise:

  • Die NASA hatte zu der damaligen Zeit nicht die technischen Voraussetzungen, um eine bemannte Mondlandung durchzuführen.
  • Auf den angeblichen Fotografien von der Mondlandung hätte man Sterne im Hintergrund sehen müssen. Wo eigentlich Millionen von funkelnden Lichtern sein sollten, ist nur vollkommene Dunkelheit zu sehen.
  • Aufgrund der hohen Einstrahlung wäre das benutzte Filmmaterial unbrauchbar gewesen.
  • Zahlreiche optische Ungenauigkeiten auf den Aufnahmen, die unerklärbar sind.

Landete Apollo 7 etwa in Hollywood?

Es gibt Verschwörungstheorien die besagen, dass die Mondlandungslüge in einem riesigen Filmstudio Hollywoods aufgenommen und von Walt Disney finanziert wurde. Dazu gibt es Gerüchte, dass kein geringerer Stanley Kubrick selbst die Regie geführt haben soll und mit fortschrittlichen Spezialeffekten die Mondlandschaft nachbilden ließ. Bei der genaueren Analyse des Filmmaterials fielen zudem noch weitere Ungereimtheiten auf. Obwohl es auf dem Mond keinen Wind gibt, scheint sich die Flagge der USA zu bewegen, nachdem sie in den Mondboden gesteckt wurde. Auf einem Stein schien der Buchstabe „C“ geschrieben zu sein, was auf eine markierte Set-Requisite schließen lässt. Mit den Jahren kamen immer mehr Hinweise dazu, die darauf schließen lassen, dass die erste Mondlandung ein Fake war.

Den vielen „Beweisen“ für eine Mondlandungslüge stehen jedoch auch zahlreiche Gegenbeweise gegenüber, die belegen, dass die erste Mondlandung echt war. Wissenschaftler von der NASA und hunderte unabhängiger Wissenschaftler haben die Gesteinsproben von den Apollo-Missionen analysiert und bestätigt, dass es sich dabei eindeutig um Segmente vom Mond handelt. Ebenso geben Filmemacher an, dass in der damaligen Zeit die technischen Möglichkeiten der Filmindustrie nicht ausgereicht hätten, um eine derartige Mondlandung zu simulieren. Ob die erste Mondlandung echt oder nur ein Fake war, die Wahrheit werden wir vermutlich nie erfahren.