Die Candyman Legende

Die Candyman Legende: Geister kann man auf unterschiedliche Art und Weise rufen. Ebenso erscheinen Sie auch auf unterschiedliche Arten. Die einzelnen Rituale zur Geisterbeschwörung unterscheiden sich sehr voneinander. Manche sind komplexer und manche einfacher. Je nach Entität variieren die Beschwörungsrituale. Manche Geister, so hat es den Anschein, sind in dieser Hinsicht keineswegs besonders anspruchsvoll. Sie geben sich mit sehr einfachen Beschwörungsformeln zufrieden und kommen beispielsweise schon dann, wenn man sich vor einen Spiegel stellt und mehrfach ihren Namen ruft. So wie der Candyman!

Die Entstehung der Candyman Legende

Ihren Ursprung hat die Candyman Legende in den Vereinigten Staaten. Sie besagt, dass einem der Candyman (z. Dt. = Süßigkeitenmann) erscheint, wenn man sich vor einen Spiegel stellt und fünf mal seinen Namen ruft. Nachdem er sich manifestiert hat, versucht er seinen Beschwörer mit seiner Hakenhand zu töten. In einer anderen Version der Candyman Legende heißt es, man könne ihn auch im Auto beschwören. Dazu schaut man in den Rückspiegel und ruft fünf mal seinen Namen. Danach erscheint er auf dem Rücksitz und durchbohrt einen mit einer – Achtung: Zuckerstange!

Man sagt, dass es sich bei dem Candyman um einen Schwarzen namens Daniel Robitalle handeln soll. Dieser arbeitete als Sklave auf einer Plantage in der Nähe von New Orleans und dazu galt er als ein sehr talentierter Maler. Der Plantagenbesitzer wollte sich das künstlerische Talent seines Sklaven zu Nutze machen und gab ihm den Auftrag, seine Tochter zu porträtieren. Dabei verliebten sich der Sklave und die Tochter des reichen Plantagenbesitzers und als dieser von der unstandesgemäßen Affäre erfuhr, wurde er rasend vor Wut.

Der Fluch des Candyman

Robitalle hatte Angst um Sein Leben und ergriff die Flucht. Doch der Plantagenbesitzer ließ den entlaufenen Sklaven von seinen Schergen hetzen und jagen, bis er schließlich in einer alten Scheune eingekesselt und gestellt wurde. Die Verfolger packten den Sklaven und sägten ihm mit einer rostigen Säge die rechte Hand ab. Danach schmierten sie ihn mit Honig ein und warfen ihn in einen Bienenstock. Schlussendlich wurde er noch bei lebendigem Leib noch verbrannt.

Der unglückliche Candyman litt unfassbare Schmerzen und starb einen qualvollen Tod. Doch kurz bevor er starb, verfluchte er seine Mörder. Er schwor ihnen, dass er zurückkommt und grausame Rache üben wird. Die Candyman Legende besagt, dass der Geist von Daniel Robitalle keine Ruhe mehr findet und dass er, angefüllt mir einer unfassbaren Wut, bis in alle Ewigkeit seine Rache an denjenigen fortführt, die sich trauen ihn zu rufen, indem sie seinen Namen fünf mal vor einem Spiegel aussprechen.

Candymans: Legende oder Wahrheit?

Existiert der Candyman wirklich oder handelt es sich bei der Geschichte um einen Mythos und nichts weiter als eine urbane Legende? Bemüht man Google mit der Suchabfrage „Candyman Erfahrungen“, wird man nicht schlauer. Nun, das ist auch kein Wunder! Nehmen wir einmal an, den Candyman gäbe es wirklich und jemand hätte ihn beschworen. Dieser jemand wäre wohl kaum noch in der Lage dazu, von seinen Erfahrungen mit dem rachsüchtigen Candyman zu berichten, oder?

Obwohl es eine unbestrittene Tatsache ist, dass Spiegel als Mittler zwischen den Welten benutzt werden können, ist an der Candyman Legende aber nichts Wahres dran. Hierbei handelt es sich um einen Mythos, der auf einer Kurzgeschichte des englischen Schrifstellers Clive Barker basiert und als urbane Legende aufgebaut wurde.