Die Angst vor dem Tod

Der Tod ist etwas sehr Unangenehmes und er wartet auf jeden von uns. Die meisten Menschen haben eine riesige Angst vor dem Tod. Manche entwickeln sogar eine regelrechte Todesphobie. Allerdings sind wir auch nicht alle gleich. Viele Menschen neigen auch dazu, unangenehme Dinge zu ignorieren. Mitunter auch die Tatsache, dass wir eines Tages sterben müssen und irgendwann tot sein werden. Jeder stirbt – irgendwann! Wir wissen zwar, dass wir eines Tages sterben müssen, allerdings verdrängen wir dieses Wissen und das ist auch gut so. Einige Menschen schaffen das jedoch nicht. Sie beschäftigen sich gedanklich sehr oft mit dem eigenen Ableben. Sie entwickeln Phobien und haben eine panische Angst vor dem Tod.

Die panische Angst vor dem Tod

Angst ist ein Schutzmechanismus, denn Angst warnt uns vor Gefahren. Angst ist ein Überlebensinstinkt und versetzt Körper und Sinne schon seit Urzeiten in Alarmbereitschaft und sichert somit unser Überleben. Irrationale Ängste, wie die permanente Angst vor dem Tod erschweren uns allerdings das Leben. Und genau aus diesem Grund sollte man versuchen seine irrationalen Ängste zu überwinden.

Forschungen belegen, dass Frauen viel öfters Angst vor dem Tod haben als Männer. Ebenso ist es erwiesen, dass die Angst zu sterben mit zunehmendem Lebensalter weiter zunimmt. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn unsere Zeit auf der Erde ist nun mal begrenzt. Irgendwann fängt man dann zwangsläufig damit an, sich mehr Gedanken über den Tod als über das Leben zu machen. Ebenso existieren viele Studien, dass todkranke Menschen, welche in einem palliativmedizinischen Sterbehospiz untergebracht sind, deutlich weniger Angst vor dem Tod haben.

Gläubige Menschen haben weniger Angst vor dem Tod

Gläubige Menschen haben es da bedeutend einfacher! Wer an Gott glaubt, sieht den Tod nämlich nicht als etwas Endgültiges an. Gläubige Menschen sehen ihr Sterben als neuen Anfang an. Schließlich glauben sie an die Auferstehung und darum macht ihnen der Tod nicht so viel Angst wie den Atheisten. Studien beweisen, dass tief religiöse Menschen beispielsweise viel leichtsinniger über die Straße gehen als nicht Gläubige. Definitiv weiß niemand, ob wir wirklich eine Seele haben und es weiß auch niemand was mit ihr passiert, nachdem wir gestorben sind.

Niemand kann mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit sagen, ob es Gott und Teufel wirklich gibt und ob Himmel und Hölle wirklich existieren oder nur das Produkt menschlicher Phantasie sind? Der Tod ist suspekt. Er ist mysteriös und ein Ereignis, dass uns vollkommen unbekannt ist. Von daher ist es vollkommen menschlich und nachvollziehbar, das wir Angst vor dem Tod haben. Hauptsächlich ist es das Unbekannte, was uns Angst macht. Wir wissen einfach nicht, was uns erwartet und das hat niemand gern.

Gründe der Todesangst

Angst vor Schmerz und Leid

Viele Menschen haben Angst vor einem schmerzhaften Tod und den großen Leiden, welche beispielsweise schwerstkranke Menschen wie Krebspatienten im Endstadium ihrer Krankheit qualvoll erdulden müssen. Aus diesem Grund ist es wichtig, rechtzeitig präventive Maßnahmen zu ergreifen und gesund zu leben, um das Risiko einer schweren Erkrankung zu minimieren.

Angst vor dem Unbekannten

Wie schon gesagt, kein Mensch weiß was nach dem Tod mit uns passiert und es bleibt viel Spielraum für Spekulationen jeder Art, frei nach dem Motto: Alles kann, nichts muss! Man wird geboren, man lebt und man stirbt, doch was kommt dann? Es ängstigt uns, dass wir wissen, dass wir sterben müssen, jedoch nicht wissen, was danach auf uns wartet.

Angst vor der Nichtexistenz

Der Mensch wurde aus Asche und Staub gemacht und wird wieder zu Asche und Staub werden, das lehrte uns die Bibel. Eines Tages zu sterben, einfach nicht mehr da zu sein und ein nicht existentes „Nichts“ zu sein ist auch wahrlich keine schöne Vorstellung und ängstigt Atheisten und viele Religiöse gleichermaßen.

Angst vor ewigen Qualen

Überraschenderweise haben selbst viele nichtreligiöse Menschen Angst vor der Hölle, dem Fegefeuer und vor ähnlichen Qualen und nicht nur diejenigen, die an Himmel und Hölle glauben. Man hat Angst vor dem Tod, weil man doch irgendwie Angst vor einer nachträglichen Bestrafung für seine begangenen Sünden und irdischen Schandtaten hat. Vielleicht gibt es die Hölle, vielleicht auch nicht. Und was wenn doch?

Angst vor Kontrollverlust

Es liegt in der menschlichen Natur, alle Dinge und Situationen und vor allem sein eigenes Leben jederzeit unter Kontrolle haben zu wollen. Sein eigenes Leben kann man kontrollieren, den Tod jedoch nicht. Man weiß nur, dass man sterben muss und der Tod eines Tages kommen wird. Man weiß allerdings nicht wann er kommt und wie er kommt, der Tod macht nun mal keine Termine.

Sorge um die Hinterbliebenen

Viele Menschen haben weniger Angst vor dem Tod und mehr Angst um ihre Hinterbliebenen. Wer sorgt sich im Falle des eigenen Ablebens um die Kinder und wie kommt der Lebenspartner ohne einen zurecht? In jedem Fall wird der Tod ein schwerer Schlag für die Familie und die Freunde eines geliebten Menschen sein, allerdings sollte man akzeptieren, dass man das nicht kontrollieren kann. Was man tun kann, ist ein Testament zu erstellen und seine Familie beispielsweise durch den Abschluss einer Lebensversicherung finanziell abzusichern.

Die Angst vor dem Tod hat aber auch etwas positives!

Beschäftigt man sich gedanklich allzu sehr mit dem Tod, dann kann aus der Todesangst auch eine echte Phobie (Thanatophobie oder Necrophobie) werden und das tägliche Leben stark beeinträchtigen sowie die Lebensqualität deutlich mindern.

Allerdings kann die Angst vor dem Tod auch was Gutes und durchaus positiv sein, denn sie mahnt und uns zur Vorsicht und außerdem erinnert uns der Tod immer daran, dass dieses Leben doch nur sehr begrenzt ist und dass man seine Zeit auf der Erde sinnvoll nutzen und ein möglichst glückliches und schönes Leben führen sollte!

Auch wenn es abgedroschen klingt: der Tod ist etwas, das unausweichlich ist und was man akzeptieren muss. Ja, man muss sterben, aber man muss nicht ständig darüber nachdenken, denn schließlich lebt man doch (noch), also sollte man den Ist-Zustand auch genießen!