Das Geheimnis der Kornkreise

Kornkreise sind rätselhafte Symbole in einer sonst stillen Landschaft. Schon seit Jahrhunderten tauchen sie als seltsame Darstellungen in wie gewalztem Weizen, Mais oder Gerste auf. Sie erscheinen über Nacht. Ohne Zeugen und ohne jeden Laut. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass sich Kornkreise innerhalb weniger Sekunden bilden. Für gewöhnlich um etwa 4 Uhr morgens. Doch wer oder was ist der Kreismacher und für die Entstehung der Kornkreise verantwortlich?

Kornkreise können kleine Kreise mit einem Durchmesser von nur 3 Metern sein, aber auch Riesige mit bis zu 1,5 Kilometern. Sind sie möglicherweise nur das Werk von Witzbolden oder stecken, wie manche meinen, Kräfte jenseits der Sterne dahinter? Das ist die zentrale Frage, auf die niemand eine Antwort weiß. Hierbei könnte es sich definitiv um das größte Geheimnis unserer Zeit handeln.

Sind die Kornkreise etwa nur Menschenwerk?

Was man mit Sicherheit weiß ist, dass nur sehr wenige von Menschen gemacht wurden. Weltweit vermutlich weniger als 1 Prozent. Viele Kornkreise sind in ihrer Anordnung einfach viel zu perfekt für einen Streich. Deren Form und Zeichnung sind viel zu einzigartig und komplex, als dass sich das jemand ausdenken und in so einer Perfektion im Dunklen anlegen könnte. Es wäre schlichtweg viel zu mühsam und praktisch unmöglich, zumal die Sommernächte auch sehr kurz sind und die Zeit, so ein komplexes Gebilde zu erstellen, mehr als knapp wäre.

Bei den meisten Kornkreisen hat man gleich das Gefühl, dass das nichts mit der menschlichen Natur zu tun hat. Etwas daran scheint irgendwie außerirdisch und jenseits jeder menschlichen Einflussnahme zu sein. Eine wissenschaftliche Erklärung zur Entstehung der Kornkreise gibt es nicht. Lediglich Theorien, doch die sind nicht wirklich befriedigend. Bizarre Zeichen, die sich meterweit durch das Getreide schneiden. Was soll man davon halten? Ist das ein riesiger Schwindel oder etwas Übersinnliches?

Viele konkrete Indizien sprechen jedoch dafür, dass es sich um keinen Scherz handeln kann. Mitunter weisen die Muster beispielsweise perfekte Ellipsen durch miteinander verwobene Ähren auf. Es ist offensichtlich, dass wer oder was auch immer solch komplexe Muster gemacht hatte, daran sehr raffiniert und auch sehr lange gearbeitet haben musste.

Sind Kornkreise versteckte Botschaften?

Es ist durchaus denkbar, dass Kornkreise von einer außerirdischen Macht oder Intelligenz gemacht werden, um die Menschheit zu kontaktieren, ohne sie dabei in Panik zu versetzen. Die Kornkreise mögen auf den ersten Blick einfach wirken. Aber wenn man genauer hinsieht, erkennt man verborgene Geometrien und präzise mathematische Kurven. Auch der goldene Schnitt, ein klassisches Proportionsmaß aus der Natur taucht in vielen Kornkreiszeichnungen auf.

Das tun aber auch Muster wie Fraktale und sich wiederholende Kugeln und spektakuläre Bilder. Ihre Entdecker können gar nicht anders als sich zu fragen, ob in diesen eigentümlichen Kreisen nicht eine Botschaft an uns verborgen sei? Die rätselhaften Zeichnungen könnten ein Sternbild sein oder aber eine Warnung oder ein böses Omen? Möglicherweise handelt es sich hierbei auch um einen kosmischen Code, der Wissen freischaltet? Darüber kann man nur spekulieren.

Einige halten Kornkreise für überirdische Zeichen. Andere für das Produkt von eifrigen Witzbolden. Doch was wirklich hinter diesen rätselhaften Phänomenen steht, ist immer noch ein Geheimnis. Nachdem immer wieder Kornkreise auftauchen, die mit erstaunlicher Präzision erstellt wurden und entdeckt wurden, geht die Suche nach den Erbauern weiter. Doch vor allem stellt sich die Frage nach dem Warum?

Kornkreise tauchen in den verschiedensten Formen auf

Die häufigste Form des Kornkreises hat eine geschwungene Anordnung. Kreisförmig, wie schon der Name sagt. Doch was mit schlichten Kreise begonnen hat, ist zunehmend komplexer geworden und jeder neue Kreis bringt neue Ansatzpunkte für Interpretationen und Nachforschungen. Es gab Darstellungen einer Sonnenfinsternis oder Sonnen, die hinter einer Pyramide aufgehen. Neben einem Observatiorium in England tauchte mit einem menschlichen Gesicht eine höchst unheimliche Formation im Weizen auf. Im selben Feld erschien nebenan zur gleichen Zeit eine rechteckige Musterung mit einer menschlichen DNS-Sequenz.

Manchmal ist das Getreide gegen den Uhrzeigersinn runtergebogen. Manchmal im Uhrzeigersinn, manchmal radial und manchmal sieht man mehrere zugleich. Ein Kornkreis mit 700 individuellen Kreisen, von denen manche 25 Meter im Durchmesser sind. Alleine die menschlichen Ressourcen, die dafür nötig wären sie zu machen, geschweige denn sie derart präzise anzuordnen und das noch ohne einen einzigen Fehler auf einem Gebiet von fast 4700 Quadratmetern – alleine das das macht die Theorie von Menschenwerk wohl ziemlich unglaubwürdig.

Kornkreise in England

Mögliche Antworten lassen sich vielleicht in jenem Land finden, in dem die ersten Kornkreise gesichtet wurden, nämlich in England. Zwar tauchen Kornkreise auch sehr häufig in Kanada, Russland, auf Reisfeldern in Japan und auf Agrargebieten überall in den USA auf, aber ihr Geburtsort könnte vielleicht der Schauplatz eines der größten Welträtsel sein: Stonehenge. Könnte dieser 5000 Jahre alte Kreis aus Steinen der Schlüssel zum Kornkreis-Geheimnis unserer Zeit sein?

Stonehenge in Südengland. Die Bedeutung dieses antiken Kreises aus Stein ist nie entschlüsselt worden, doch die alten Steine haben neue Gefährten in den Feldern bekommen. Die meisten Kornkreise auf der ganzen Welt findet man in einem 64 Kilometer Radius von Stonehenge in Wiltshire County, England. In Wiltshire befindet sich die höchste Konzentration von antiken, alten Stätten in ganz England. Wie Tempel aus der Gegenwart teilen sich Kornkreise das Land mit Schreinen längst vergangener Zeiten, wie dem Steinkreis von Avebury oder Silbury Hill, einem prähistorischem Grabhügel.

Niemand kennt wirklich die Beweggründe, welche die antiken Druiden dazu veranlasst haben, aus bis zu 40 Tonnen schweren Steinen derart monumentale Kreise zu bauen. Jahr für Jahr strömen Besucherscharen nach Wiltshire, um nach Hinweise für das uralte Rätsel der Steinkreise zu suchen. Und gleich daneben in den Feldern wartet das neue Geheimnis der Kornkreise darauf, ergründet zu werden. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Kreisen in den Feldern und den Kreisen aus Steinen? Das ist anzunehmen.

Gibt es eine Verbindung zu den antiken Steinkreisen?

Die heiligen Städten wurden von ihren Erbauern sehr gezielt ausgewählt. Die alten Druiden haben das Wechselspiel von Energien in ihnen und ihren eigenen Platz im Universum sehr gut verstanden. Die Kornkreise können uns möglicherweise helfen, diese Zusammenhänge neu zu entdecken? Eins ist gewiss: Etliche Kornkreise sind zu Füßen dieser prähistorischen Monumente erschienen. Manchmal einer oder zwei pro Nacht, in einem Sommer sogar mehr als 200! Manche dieser Formationen beziehen die antiken Monumente sogar in ihr Muster mit ein.

Sogar ohne Kornkreise hätte die Gegend etwas magisches. Die Kreise treten in dieser Gegens aus einem bestimmten Grund so häufig auf. Wenn man sich den Aufbau, das Design und die Anordnung dieser archäologischen Stätten wie Stonehenge, Avebury oder Silbury Hill anschaut, sieht man nicht nur die gleichen Muster wie in den sie umgebenden Kornkreisen, ebenso findet man auch sehr ähnliche Maßstäbe und mathematische Verknüpfungen. Die Geometrie der Muster mag Hinweise geben aber viele glauben, dass eine viel fundamentalere Geologie eine wichtigere Rolle in dieser erstaunlichen Landschaft spielt.

Viele wundern sich, warum es in manchen Gebieten viel mehr Kornkreise gibt als in anderen. Eine Mögliche Antwort ist die Geologie. Die meisten Gesteinsschichten, über denen die Kornkreise auftreten, haben eine direkte Verbindung zum Grundwasser. Andere glauben wiederum, dass ein Energiefeld durch diesen Teil Süd-Englands läuft und zwar die entlang der sogenannten Lay-Linien. Lay-Linien sind ein feines Raster von Energebahnen, die von den elektromagnetischen Feldern der Erde abhängen und direkt mit dem Elektromagnetismus zusammenhängen. Die Menschen der Antike waren sich dieser Energiebahnen äußerst bewusst.

Sind Energiebahnen für die Entstehung der Kornkreise verantwortlich?

Auf einer einzigen Lay-Linie sollen zahlreiche Kirchen und Kultstätten in England liegen, inklusive der rätselhaften Steinkreise von Avebury. Von Beobachtern wurden auch unbekannte Flugobjekte in Form von orangefarbenen Lichtkugeln üben den Feldern gesehen. Diese Lichter wurden nachts oft in England beobachtet. Sie waren bernsteinfarben bis orange und etwa so groß wie ein Fußball. Meist treiben sie über Gebieten, wo Kornkreise oft vorkomen.

Kornkreisbesucher begannen massenweise, von seltsamen physikalischen Effekten zu berichten. Voll aufgeladene Akkus waren auf einmal leer, Videokameras zeichneten nichts mehr auf und Kompassnadeln drehten sich wie verrückt zu drehen. Innerhalb der Kornkreise spürten die Leute ein ungeheures Wohlbefinden, ja sogar Euphorie, während andere über Kopfschmerzen, Verwirrtheit und noch mehr klagten.