Anleitung & Gefahren: So funktioniert Gläserrücken

Das Gläserrücken ist ein spiritistisches Ritual, bei dem man Kontakt zu den Seelen Verstorbener herstellen kann. Sofern ein Geist gerufen wurde und dieser es auch will, beantwortet er die gestellten Fragen. Mithilfe eines umgedrehten und sich bewegenden Glases in der Tischmitte sowie eines Buchstabenkreises gibt der Geist Antworten. Doch Vorsicht: Diese können wahr oder unwahr sein und manchmal auch sehr verstörend sein! Man ist also gut beraten, nicht immer alles zu glauben, was der Geist beim Gläserrücken so antwortet. Viele fragen sich, ob das Gläserrücken tatsächlich funktioniert? Ja, das tut es! Auch wenn es dafür keine rationelle Erklärung gibt. Zwischen Himmel und Erde passieren nun mal viele Dinge, die wir nicht verstehen. Passieren tun sie dennoch.

Anleitung Gläserrücken

Mit dem Gläserrücken kann man auf eine sehr einfache Art und Weise Geister beschwören. Man tritt mit einem Geist in Kontakt und kann mit ihm kommunizieren. Der gerufene Geist kommt aus einer Art Zwischenwelt, also einem Ort zwischen Diesseits und Jenseits. Das Gläserrücken funktioniert im Prinzip ganz einfach und ist selbst für Laien durchführbar, sofern man sich genau an die Anleitung zum Gläserrücken hält. Die Aussicht dass es auf Anhieb klappt, ist relativ hoch. Die Erfolgsquote soll bei über 80 % Prozent liegen! Tore zur Zwischenwelt zu öffnen ist mit Sicherheit sehr spannend und reizvoll. Allerdings birgt das auch Gefahren mit sich! Manche Tore bleiben besser geschlossen und vor allem dann, wenn man nicht genau weiß, was da rauskommen kann …

Zum Gläserrücken braucht man folgende Utensilien:

  • 3 A4 Blätter weißes Papier
  • 1 Schere
  • 1 Stift
  • mindestens 2 Mitspieler (oder mehr)

Man nimmt ein Blatt Papier und faltet es vier mal. Anschließend schneidet man mit einer Schere die Knickfalten durch, so dass man insgesamt 16 kleine Zettel hat. Um Gläserrücken spielen zu können, braucht man aber 36 Zettel. Also muss man das Ganze noch 2-mal wiederholen. Nun muss man die Zettel noch beschriften. Man braucht alle Buchstaben des Alphabets von A bis Z sowie die Zahlen 0 – 9. Nun ordnet man die Zettel kreisförmig auf einem Holztisch auf. In die Mitte des Kreises kommen noch zwei weitere Zettel mit den Antwortmöglichkeiten „Ja“ und „Nein“. Damit sich das Glas gut bewegen kann, sollte der Holztisch über eine glatte Oberfläche verfügen und es darf kein Metall wie z.B. Eisen verbaut sein. Nachdem alles aufgebaut ist, wird der Raum abgedunkelt und eine weiße Kerze angezündet. Das Glas wird umgedreht und zwischen den Antwortmöglichkeiten „Ja“ und „Nein“ positioniert.

Alle Teilnehmer legen nun die Fingerkuppe ihres rechten Zeigefingers auf das Glas und konzentrieren sich nun vollkommen auf das Gläserrücken. Jede Form der Ablenkung ist nun tabu, da das Ritual ansonsten nicht gelingt. Nun rufen alle Teilnehmer im Chor die Worte „Großer Geist, wir rufen dich“. Das tut man entweder so lange, bis sich das Glas bewegt oder man fragt zwischendurch einfach, ob ein Geist anwesend ist? Bewegt sich das Glas auf das Feld „Ja“, dann sollte man fragen, ob es sich um einen guten Geist handelt? Wird die Frage verneint, so muss der Geist höflich gebeten werden wieder zu gehen. Tipp: Ein verstreuter Salzkreis auf dem Tisch soll böse Geister beim Gläserrücken fernhalten. Je nach Fragestellung bewegt sich das Glas „wie von Geisterhand“ und der Geist hat das Alphabet, Zahlen sowie Ja & Nein als Antwortmöglichkeiten. Eine der wichtigsten Regeln beim Gläserrücken lautet, dass man den Geist immer höflich behandeln sollte. Wenn man Geister verspottet oder verärgert, können diese sehr böse werden. Wie wir Menschen wollen auch Geister mit gebührendem Respekt behandelt werden.

Die Gefahren beim Gläserrücken

Auch wenn es viele als Spiel sehen – Gläserrücken kann sehr gefährlich sein und keineswegs ein harmloser Spaß! Psychisch labile Menschen sollten unbedingt die Finger davon lassen. Gläserrücken kann zu traumatischen Erlebnissen und schlimmen Ängsten führen! Man sollte Geister niemals berauscht oder in müdem Zustand beschwören. Halluzinationen oder ungewollte Visualisierungen können nämlich die Folge sein. Außerdem sollte man die Geister immer mit gebührendem Respekt behandeln und keine persönlichen Fragen stellen. Mal ehrlich: Keiner will wirklich wissen, wann er stirbt – oder? Die Geister lügen gerne! Besonders die Bösen unter ihnen. Geister sind neidisch auf uns Menschen, denn wir leben und sie nicht. Also sollte man ihren Aussagen auch nicht allzu großen Glauben schenken, alles andere wäre fatal.

Geister sind äußerst manipulativ und spielen beim Gläserrücken gerne ihre Spielchen. Eine wichtige Regel lautet, dass – egal was passiert – das Gläserrücken niemals abrupt beendet werden darf. Zum Abschluss bedankt man sich immer bei dem Geist und bittet ihn anschließend höflich wieder zu gehen. Hält man sich beim Gläserrücken nicht genau an die Anleitung und zerbricht beispielsweise das Glas oder es werden in sinnloser Reihenfolge alle Buchstaben vom Geist durchgegangen, dann kann das verheerende Folgen haben. Der Geist kann freikommen, jede Menge Schabernack treiben und sich sogar in einem Gegenstand manifestieren. Böse Geister verfolgen oftmals genau dieses Ziel. Passieren während des Rituals außergewöhnliche Dinge, dann darf man keinesfalls Angst zeigen! Der Geist „ernährt“ sich nämlich von der menschlichen Angst, denn Angst ist Energie und diese macht ihn nur noch stärker.

Kann man mit Gläserrücken die Zukunft voraussagen?

Die Frage ist umstritten, die Antwort lautet aber eher „Nein“. Die Geister sind immer noch als Menschen anzusehen und solche Fähigkeiten sind ihnen schlicht und einfach nicht zuzutrauen. Viele Geister beantworten Fragen nach der Zukunft zwar gerne, doch wie bereits erwähnt wurde, soll man dem keinen großen Glauben schenken. Dazu ist die Gefahr natürlich auch sehr groß, dass der Fragesteller sein Leben danach ausrichtet und sich vom Geist manipulieren lässt. Das wäre nahezu töricht und genau das ist eine der größten Gefahren beim Gläserrücken.

Warum funktioniert Gläserrücken eigentlich?

Zwar ist Gläserrücken auch von Laien durchführbar, allerdings wird eindringlich davor gewarnt. Es sollte immer zumindest eine Person mit am Tisch sitzen, die Erfahrungen im Gläserrücken besitzt und sich gut auskennt. Zwar ist unbestritten, dass Gläserrücken funktioniert – es stellt sich jedoch die Frage nach dem Warum? Hierbei gehen die Meinungen sehr stark auseinander. Es gibt Theorien die besagen, dass man nicht mit Geistern, sondern mit dem eigenen Unterbewusstsein kommunizieren würde. Andere verweisen auf den Carpenter-Effekt und auf unbewusste Bewegungssteuerungen, die vom Gehirn ausgehen, für unbewusste Telepathie. Wer sich aber mal etwas umschaut und umhört und sich die zahlreichen Erfahrungsberichte und Erlebnisse zu Gemüte führt, wird schnell feststellen, dass es hierfür keine logische Erklärung gibt.